Eine Referenz in Sachen Design, die die Luft reinigt und Stickoxide reduziert
Eine innovative Textilfassade, die Stickstoff binden kann– bis zu 30 % weniger NO2
Schüco, der Spezialist für Systemlösungen für Fenster, Türen und Fassaden, hat eine Textilfassade entwickelt, mit der in der Luft vorhandene Stickoxide gebunden und in harmlose Nitrate umgewandelt werden können. Bei Regen werden diese Nitrate dann auf natürlichem Wege aus der Fassade gelöst und reichern den Boden mit Mineralien an. Erste Messungen zeigen eine durchschnittliche Filterleistung von 30 % auf Monatsbasis, an manchen Tagen werden sogar noch höhere Spitzenwerte gemessen. Die Effizienz steigt zudem kontinuierlich. Dieses Projekt zeigt, wie Design und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können: Bauherren tragen zu einer gesünderen Umwelt bei und setzen gleichzeitig Zeichen im Bereich Architektur.
Eine gesündere Kölner Innenstadt
Das im April 2024 mitten in Köln in die Wege geleitete Projekt beruht auf der Installation eines photokatalytischen Filters, der aus zwei bedruckten Membranen mit einer Größe von jeweils 8 x 20 Metern besteht, dies entspricht einer Gesamtfläche von etwa 320 m². Ausgestattet ist das System mit einer integrierten digitalen Messtechnik. Mithilfe der auf ihrer Oberfläche aufgetragenen Wirkstoffe bindet die Membran die in der Luft vorhandenen Stickoxide und verwandelt sie in unschädliche Mineralien. Sensoren messen kontinuierlich die Luftqualität vor und hinter der Fassade, um die Wirksamkeit präzise zu bewerten und zu dokumentieren. Die Stadt Köln stellt die Fassade zur Verfügung und übernimmt die Kosten für die Installation.
Ein ganzheitlicher und kohärenter Ansatz
Als Referenzakteur und Pionier für nachhaltiges Bauen zeichnet Schüco hier für ein Projekt verantwortlich, das zentrale Werte vereint: Design, Qualität, Innovation, Zusammenarbeit und Engagement für die Umwelt. Neben ihrer luftreinigenden Wirkung trägt die Textilfassade ebenfalls zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Ihre Sonnenschutzmembran verringert die Sonneneinstrahlung und sorgt damit für kühlere Innenräume. Gleichzeitig gibt sie auch weniger Wärme nach außen ab und trägt damit zur Kühlung des urbanen Umfelds bei. Auch in Bezug auf die Materialien ist der Ansatz vorbildlich: Für die Herstellung der Fassade wurden über 4 400 recycelte PET-Flaschen verwendet, während die Unterkonstruktion zu 75 % aus recyceltem Aluminium besteht. Auf Klebstoffe wurde ganz verzichtet, sodass eine vollständige Wiederverwertung am Ende des Lebenszyklus gesichert ist.
Mehr Licht für mehr Leistung
Eine Filterleistung von 30 % ist umso beeindruckender, als die Fassade auf der Nordseite liegt, wo die Lichtintensität geringer ist. Das Projekt beweist in der Tat, dass die Leistung mit der Dauer der Sonneneinstrahlung und mit höheren Temperaturen zunimmt.
„Bei einer nach Süden ausgerichteten Fassade, die von einer bis zu dreimal höheren Lichtintensität profitiert, wäre die Effizienz des Filters noch deutlich höher“, erklärt Joep Römgens, Head of Service, Marketing and Product Management bei Schüco Benelux.
Henning Kühn, technischer Projektleiter für Shading & Energy Solutions bei Schüco International KG, fügt hinzu: „Dieses Projekt läutet eine neue Ära ein. Gemeinsam verwandeln wir eine innovative Idee in eine konkrete Lösung für klimafreundlichere Städte.“
Viel Spielraum für Design
Die Textilfassade von Schüco bietet viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten und gleichzeitig konkrete funktionale Vorteile.
„Wir haben bereits sehr unterschiedliche Projekte realisiert“, erklärt Joep Römgens. „Maßgeschneiderte Drucke, grafische Motive, spezielle Trägermaterialien, vielfältige Ausrichtungen oder auch nachts beleuchtete Fassaden: Mit der FACID-Textilfassade kann jedes Gebäude eine starke und einzigartige Identität entwickeln.“
Ein weiterer Vorteil: Durch die Verwendung von Systemprofilen können diese Projekte schnell und wirtschaftlich umgesetzt werden, auch bei Gebäuden, die bereits genutzt werden. Die Lösung eignet sich besonders für Renovierungsprojekte im städtischen Raum, da sie ohne Eingriffe in die bestehende Struktur auskommt. Auf diese Weise trägt sie zur Aufwertung des Gebäudes bei und verleiht den innovativen und nachhaltigen Ambitionen des Bauherrn Ausdruck.
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